Außerschulischer Lernort – das Moor

Am 28. Mai 2019 fuhr die Klasse 3 mit dem Bus ins Moor zwischen Ahrenshoop und Born. Am Parkplatz „Drei Eichen“ trafen sie auf vier motivierte und engagierte Mitarbeiter des Nationalparks. Sie führten die Kinder und Lehrkräfte durch den Wald hinein ins Moor. Dabei ging es um die Untersuchung des Moorbodens, die Bestimmung verschiedener Pflanzen- und Tierarten und dem Zusammenhang zwischen Ostsee und Wald. Die Mitarbeiter des Nationalparks bauten die Führung durch das Moor äußerst kindgerecht und spielerisch auf, sodass alle Kinder freiwillig und mit Freude in die Rolle des Naturforschers schlüpften.

Zunächst wurde mit Hilfe eines umgestürzten Baumes der Torfboden analysiert. Die Kinder entdeckten, dass Pflanzenreste im Torfboden kaum bis gar nicht zersetzt werden, da die dafür zuständigen Organismen in immerfeuchten Böden nicht leben können.

Im Anschluss daran ging es direkt in die sumpfigen Gebiete. Auf dem Weg dahin spielten die Kinder „Wer bin ich?“, um für Kurzweile zu sorgen. Dazu wurde jedem Kind ein Foto von einem Tier, welches im Moor lebt, auf den Rücken geklebt. Anhand von Ja-Nein-Fragen mussten die Kinder ihre Tiere erraten. Auf diese Weise wurden die Gruppen festgelegt.

Am Moor angekommen wurden die Gruppen zum Verhalten und Fortbewegen im Moor belehrt und je einem Mitarbeiter des Nationalparks zugeteilt. Sichere Pfade durch das Moor wurden erkundet und mit Hilfe von Ästen bestimmten die Kinder die Tiefe des Moores an verschiedenen Stellen.

Auch Frösche, kleine Kröten sowie Insekten und Krebstiere wurden unter die Lupe genommen. Berührungsängste wurden abgebaut, denn sogar die Mädchen nahmen die kleinen Krabbeltierchen auf die Hand.

Die Kinder durften Stellen des Moores erkunden und konnten auf diese Weise ihre Angst, zu versinken, besiegen. Sie lernten, dass die tiefste Stelle gerade einmal 36 cm betrug. Bis auf den ein oder anderen vom Moorboden festgehaltenen Gummistiefel und ein paar dreckiger Hände, blieben alle unversehrt und alle hatten Spaß beim Erkunden des heimischen Moores.